Geschichte europäischer Rechtswissenschaft

(Vst.-Nr. 2025)

Titel

Geschichte europäischer Rechtswissenschaft - am Beispiel privatrechtlicher Institute

 

Beschreibung
Grundfiguren des heutigen Privatrechts sind im "Gelehrten Recht" entwickelt worden, als man in den jungen europäischen Universitäten (z.B. Bologna) begann, sich die Texte der römischen Juristen zu erschliessen. Rechtsbegriffe, Systematik und Methode, die man im Umgang mit den antiken Texten entwickelte, wurden von der Rechtspraxis aufgenommen ("Rezeption"), und dies in weiten Teilen Europas ("ius commune"). Dieses über Jahrhunderte weiterentwickelte Recht wurde seit Ende des 18. Jahrhundert als Material für die Schaffung nationaler Zivilrechtskodifikationen benutzt, zu denen auch das Schweizerische OR (1881/83) und das ZGB (1907/12) gehören.
 
Die Vorlesung findet zu folgenden Terminen statt
Datum Dozent Thema
23.02.17 Babusiaux Einführung: Themenstellung, Epochen
02.03.17 Babusiaux Einführung: Methoden, Quellen
09.03.17 Babusiaux Vertragsbegriff und Vertragstypenlehre I
16.03.17 Babusiaux Vertragsbegriff und Vertragstypenlehre II
30.03.17 Babusiaux Kaufvertrag: Periculum est emptoris
06.04.17 Babusiaux Übervorteilung – Laesio enormis
27.04.17 Alonso

Kauf und Übereignung: Das Traditionsprinzip

Folien 1 (PDF, 564 KB)

04.05.17 Alonso

Kauf und Übereignung: Kausalität und Abstraktion

Folien 2 (PDF, 581 KB)

11.05.17 Alonso

Alteri stipulari nemo potest: Die Römischen Quellen

Folien 3 (PDF, 616 KB)

18.05.17 Alonso

Vertrag zugunsten Dritter und Stellvertretung von den Glossatoren bis zu den Kodifikationen

Folien 4 (PDF, 615 KB)

In der Vorlesung werden – nach einer Einführung in die Quellen und die Methode der Dogmengeschichte – ausgesuchte Probleme des Privatrechts anhand der wichtigsten Quellenzeugnisse der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit betrachtet. Die genauen Themen, Quellenblätter und weiterführende Literatur werden nach den jeweiligen Vorlesungen hier und in der obenstehenden Tabelle publiziert. Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich; alle Quellen werden in einer neusprachlichen Übersetzung angeboten. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft der TeilnehmerInnen, die parallel zur Veranstaltung aufgeschaltete Sekundärliteratur zu lesen und dadurch die in der Vorlesung behandelten Fragen sowie die Methode der Quellenbearbeitung zu vertiefen.

Die Prüfung wird mündlich stattfinden. Sie knüpft methodisch und inhaltlich an die Veranstaltung an.

Aufgrund der hohen Interaktivität dieser Veranstaltung wird kein Podcast angeboten.

Verständnis- und Vertiefungsfragen sind in bzw. nach der Vorlesung zu stellen.

 

Termin
Donnerstag, 12:15-13:45 Uhr, bis 18.5. (KOL-F-117)
 
Modul

Siehe

Unterlagen Alle verfügbaren Unterlagen zu dieser Vorlesung werden zu Vorlesungsbeginn hier aufgeschalten.