Plagiate

Was ist ein Plagiat?

Wissenschaftliche Redlichkeit verlangt, dass die geistigen Schöpfungen, Ideen, Theorien anderer Personen in eigenen Publikationen kenntlich gemacht werden, selbst wenn sie bloss sinngemäss wiedergegeben worden sind. Ein Verstoss gegen diese Grundsätze stellt häufig aber auch eine Verletzung des Urheberrechts dar. Dieses erlaubt zwar, kürzere Passagen eines fremden Werkes zu zitieren, fordert aber gleichfalls eine Kennzeichnung mit Angabe der Quelle. Was ist nun aber ein Plagiat? Darunter ist die ganze oder teilweise Übernahme eines fremden Werks ohne Angabe der Quelle und des Urhebers bzw. der Urheberin zu verstehen. Mögliche Plagiatsformen sind nach Schwarzenegger|Wohlers, unijournal 4/2006, S. 3 (PDF, 109 KB):

  1. Der Verfasser reicht ein Werk, das von einem anderen erstellt wurde («Ghostwriter»), unter seinem Namen ein.
  2. Der Verfasser reicht ein fremdes Werk unter seinem Namen ein (Vollplagiat).
  3. Der Verfasser reicht ein und dieselbe Arbeit (oder Teile davon) zu verschiedenen Prüfungs- oder Seminaranlässen ein (Selbstplagiat).
  4. Der Verfasser übersetzt fremdsprachige Texte oder Teile von fremdsprachigen Texten und gibt sie ohne Quellenangabe als eigene aus (Übersetzungsplagiat).
  5. Der Verfasser übernimmt Textteile aus einem fremden Werk, ohne die Quelle mit einem Zitat kenntlich zu machen. Hierzu gehört auch das Herunterladen und Verwenden von Textteilen aus dem Internet ohne Quellenangabe (Copy & Paste-Plagiat).
  6. Der Verfasser übernimmt Textteile aus einem fremden Werk und nimmt leichte Textanpassungen und -umstellungen vor (Paraphrasieren), ohne die Quelle mit einem Zitat kenntlich zu machen.
  7. Der Verfasser übernimmt Textteile aus einem fremden Werk, paraphrasiert sie allenfalls und zitiert die entsprechende Quelle zwar, aber nicht im Kontext des übernommenen Textteils bzw. der übernommenen Textteile (Beispiel: Verstecken der plagiierten Quelle in einer Fussnote am Ende der Arbeit).

Merkblatt der Lehrkommission der Universität zum Umgang mit Plagiaten

Plagiats-Erkennungssoftware

Mitarbeitende der Universität Zürich können seit Mitte April 2009 Dokumente über die Software Docoloc prüfen lassen. Die Software kann via AAI-Login genutzt werden (Voraussetzung: UniAccess Benutzername und Passwort): Docoloc.

Weiterführende Informationen

Auf der von Frau Prof. Dr. Debora Weber-Wulff (Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) betreuten Seite Portal Plagiat finden sich viele hilfreiche Informationen zum Thema, insbesondere Aufsätze, Literaturtipps und Plagiatserkennungssoftware-Tests.

Et Plagieringseventyr - Video der Universitätsbibliothek Bergen

Informationen über Plagiate an der Universität, ihre "Folgen" und wie man sie vermeidet hat die Universitätsbibliothek Bergen in einem amüsanten Video verpackt.