Dissertation Dirk Trueten

Thema: "Die Mobilität von Gesellschaften in der Europäischen Gemeinschaft"

Mit dem Ausbau des EG-Binnenmarktes nehmen grenzüberschreitende Aktivitäten von Unternehmen laufend zu. Vor dem Hintergrund nach wie vor national organisierter Gesellschaftsrechte verlangt die Praxis zunehmend nach sicheren Rahmenbedingungen und möglichst einfachen Instrumenten im Hinblick auf die grenzüberschreitende Verlagerung von Gesellschaften entsprechend den Bedürfnissen des Marktes. Mit dem Ausbau des EG-Binnenmarktes nehmen grenzüberschreitende Aktivitäten von Unternehmen laufend zu. Vor dem Hintergrund nach wie vor national organisierter Gesellschaftsrechte verlangt die Praxis zunehmend nach sicheren Rahmenbedingungen und möglichst einfachen Instrumenten im Hinblick auf die grenzüberschreitende Verlagerung von Gesellschaften entsprechend den Bedürfnissen des Marktes.

Obgleich die in Art. 43, 48 EGV geregelte Niederlassungsfreiheit Gesellschaften grundsätzlich das Recht verleiht, sich innerhalb der Gemeinschaft an jedem Ort dauerhaft zu etablieren, schränkte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der Vergangenheit dieses Recht mit dem Hinweis auf das nationale Kollisionsrecht stark ein. Einschlägige Urteile aus den Jahren 1999 - 2003 stellen diese verfestigte Rechtslage jedoch in Frage und signalisieren ein Umdenken des Gerichtshofs.

Ziel der Arbeit ist es daher, darzulegen, ob und inwieweit nunmehr von einem neuen, liberalen, gemeinschaftsrechtlichen Konzept der Mobilität von Gesellschaften gesprochen werden kann. Die Arbeit setzt sich weiterhin kritisch mit dem - bestehenden und geplanten - Sekundärrecht der Gemeinschaft in diesem Bereich auseinander und untersucht es auf seine Kompatibilität mit der jüngsten Rechtsprechung des EuGH zur Niederlassungsfreiheit von Gesellschaften. Daneben geht die Arbeit auch auf allfällige Auswirkungen dieser neuen EuGH-Praxis auf die Schweiz ein.