Forschungsprojekt "Ausübung von Aktionärsrechten im internationalen Umfeld"

Internetbasierte Ausübung von Aktionärsrechten im internationalen Umfeld: Zusammenarbeit zwischen Sherpany AG, Universität Zürich und Universität St. Gallen, mit Unterstützung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI)

Der Lehrstuhl für Privat- und Wirtschaftsrecht von Hans-Ueli Vogt war zusammen mit dem Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen (Professoren Miriam Meckel und Christian Hoffmann) und der Firma Sherpany AG an einem durch die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) unterstützten Projekt zur "Entwicklung landesspezifischer Software-Agenten für eine globale Cross Border Voting Plattform zur Förderung der Stimmbeteiligung und Aktionärsdemokratie in börsennotierten Unternehmen" als federführender Forschungspartner beteiligt.

Die KTI unterstützte das Projekt mit einem Betrag von Fr. 206‘500.-. Daraus wurden Mitarbeitende an den am Projekt beteiligten Lehrstühlen bezahlt. Die Laufdauer betrug 25 Monate, begann am 1. August 2013 und endete am 1. September 2015.

Die Webapplikation "Sherpany" ermöglicht eine plattformbasierte elektronische Abwicklung der periodischen Berichterstattung an die Aktionäre, der Einladung zur Generalversammlung sowie der Registrierung und Stimmabgabe mittels Proxy Voting an der Generalversammlung.

Sherpany arbeitete intensiv an einer globalen Erweiterung ihrer Plattform zur Ausübung von Aktionärsrechten. Die Systemprozesse der Online-Plattform Sherpany, welche vor dem KTI-Projekt alleine auf die schweizerische Rechtsordnung ausgerichtet waren, konnten anhand der Ergebnisse der Forschungszusammenarbeit so angepasst werden, dass eine internationale Einführung der Plattform möglich ist. Dank den Umfrageergebnissen des Forschungspartners HSG konnte ein Idealtyp von Aktiengesellschaft für die Software identifiziert werden. Die Befragungen haben gezeigt, in welchem funktionalen Umfang die Online-Plattform Sherpany ausgebaut werden sollte, damit sie die Bedürfnisse von heute abdeckt (z.B. E-Voting), aber auch den Bedürfnissen von morgen entspricht (z.B. Online Q&A mit Aktionären).