8.2 Check- und Kreditkartenmissbrauch

Nach Art. 148 StGB macht sich strafbar, „wer, obschon er zahlungsunfähig oder zahlungsunwillig ist, eine ihm vom Aussteller überlassene Check- oder Kreditkarte oder ein gleichartiges Zahlungsinstrument verwendet, um vermögenswerte Leistungen zu erlangen und den Aussteller dadurch am Vermögen schädigt, wird, sofern dieser und das Vertragsunternehmen die ihnen zumutbaren Massnahmen gegen den Missbrauch der Karte ergriffen haben“.

Schutzgut

Geschützt wird das Vermögen des Kartenausstellers gegenüber Angriffen von Seiten seiner eigenen Kunden. Die Norm füllt die Lücke, die dadurch entsteht, dass weder das täuschungsbedingte Erlangen noch der Gebrauch einer Kreditkarte im Wissen um die eigene Zahlungsunfähigkeit unter Art. 146 StGB zu subsumieren ist (vgl. hierzu BGE 127 IV 68, 74).

Gesetz
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