8.5 Arglistige Vermögensschädigung

Nach Art. 151 StGB macht sich strafbar, „wer jemanden ohne Bereicherungs-absicht durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt“.

Objektiver Tatbestand

Entspricht dem objektiven Tatbestand von Art. 146 StGB (Betrug).

Subjektiver Tatbestand

Im subjektiven Tatbestand ist gemss Art. 151 StGB allein Vorsatz i.S.v. Art. 12 StGB bezglich aller objektiven Tatbestandsmerkmale erforderlich, nicht aber Bereicherungsabsicht.

Handelt der Täter mit Bereicherungsabsicht, ist Art. 146 StGB anwendbar, der dann Art. 151 StGB verdrängt.

Hinweise

Erfasst wird durch Art. 151 z.B. die bei einer Verlobung ohne Heiratsabsicht aus der Anschaffung eines Brautkleides resultierende Vermögensschädigung (BGE 77 IV 86) oder der Zeitaufwand eines Arztes, der zu einem angeblichen Unfall gerufen wird (BGE 77 IV 88).

Gesetz
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