12.5 Qualifikation (Art. 305bis Ziff. 2 StGB)

Schwere Fälle der Geldwäscherei werden gemäss Art. Art. 305bis Ziff. 2 StGB mit einer höheren Strafe sanktioniert.

Die Strafe ist diesfalls Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Mit der Freiheitsstrafe wird eine Geldstrafe bis zu 500 Tagessätzen verbunden.

Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn der Täter:

  • (a) als Mitglied einer Verbrechensorganisation handelt (vgl. BGE 129 IV 271, 273 ff. = Pra. 93 [2004] Nr. 89 S. 511 ff.)
  • (b) als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Ausübung der Geldwäscherei zusammengefunden hat
  • (c) durch gewerbsmässige Geldwäscherei einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt

Hinweise

  • Die Aufzählung der schweren Fälle in Art. 305bis Ziff. 2 StGB ist nicht abschliessend.
  • Ein Gewinn ist bei einem Nettoerlös ab CHF 10'000 als erheblich, ein Umsatz ab CHF 100'000 als gross zu qualifizieren, wobei es nicht darauf ankommt, dass dieser innert einer bestimmten Zeit erzielt wird (BGE 129 IV 188, 192 ff.).
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