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Gesetz
6.5

Aneignungsabsicht

Neben Vorsatz muss der Täter sowohl beim Raub im engeren Sinne (Ziff. 1 Abs. 1) als auch beim räuberischen Diebstahl (Ziff. 1 Abs. 2) die Aneignungsabsicht haben.

Aneignungsabsicht ist gegeben, wenn der Täter die Absicht hat, die Sache zumindest vorübergehend für eigene Zwecke zu verwenden, und er hierbei die Möglichkeit in Kauf nimmt, dass dem wahren Berechtigten die Möglichkeit, über die Sache zu verfügen, dauerhaft entzogen wird (vgl. ergänzend bei Art. 137 StGB, wo die Aneignung allerdings Teil des objektiven Tatbestands ist).