15.8 Urkundenfälschung im Amt (Art. 317 StGB)

Beamte oder Personen öffentliches Glaubens, die vorsätzlich eine Urkunde fälschen oder verfälschen oder die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützen,

Beamte oder Personen öffentlichen Glaubens, die vorsätzlich eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkunden, namentlich eine falsche Unterschrift oder ein falsches Handzeichen oder eine unrichtige Abschrift beglaubigen,

werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstraffe bestraft (Art. 317 Ziff. 1 StGB).

Bei Art. 317 StGB handelt es sich um einen Spezialfall der Urkundenfälschung gemässArt. 251 StGB.

Die Tathandlungen gemäss Art. 317 Ziff. 1 StGB entsprechen:

  • der Urkundenfälschung i.e.S. (Art. 317 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) und
  • der Falschbeurkundung (Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB (BGE 131 IV 125, 127).
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