e-voting
Besprechung vom 27. November 2009
Literatur/Rechtsprechung/Weblinks
Thesen:
- e-voting unterscheidet sich in vielen zentralen Hinsichten grundsätzlich von der Stimmabgabe im Stimmlokal.
- e-voting ist wie die briefliche Stimmabgabe eine Gefahr für die demokratische Kultur, weil die physische Begegnung mit der res publica im Stimmlokal – das demokratische Gemeinschaftserlebnis – ausbleibt.
- e-voting ist eine Gefahr für die direkte Demokratie, weil Referendums- und Initiativkomitees eine wichtige Möglichkeit genommen wird, Unterschriften zu sammeln und einen Diskurs in Gang zu bringen.
- e-voting muss flächendeckend eingeführt werden, wenn der tiefen Stimmbeteiligung und dem damit verbundenen Legitimitätsdefizit der Demokratie entgegengewirkt werden soll.
- e-voting ist naturgemäss manipulationsanfällig, da das technologische Wissen der Behörden notwendigerweise hinter jenem von Experten weit hinterherhinkt.