Lebenslauf Prof. Dr. Christian Schwarzenegger

Geb. am 11. November 1959 in Zürich, Sohn eines österreichischen Musikers und späteren Ingenieurs, der wie die Mutter anfangs der 50er Jahre aus der Steiermark in die Schweiz einwanderte, aufgewachsen in Zürich.
Verheiratet seit 1986 mit Masako Takemoto, Japanischlehrerin; ein Sohn (Kaoru Armando).
Werdegang:
1979-1984 Studium der Rechte und Politologie (Ergänzungsfach) an der Universität Zürich, anschliessend Sprachstudium in Perugia (I); von 1985 bis 1992 wissenschaftlicher Assistent am Kriminologischen Institut der Universität Zürich (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Günther Kaiser), 1992 Promotion zum Dr. iur. an der Universität Zürich; 1992 bis 1993 Akzessist und Gerichtsschreiber am Kantonsgericht Schaffhausen, Anwaltspatent (Schaffhausen); 1994 bis 1996 Assistenzprofessor für die Fächer Europäisches Recht, Rechtsvergleichung, Strafrecht und Kriminologie an der Universität Niigata (Japan), Rechtswissenschaftliche Fakultät, 1997 bis 1999 Assistenzprofessor für die gleichen Fächer an der Universität Aichi (Japan); von 1999 bis 2008 Assistenzprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie an der Universität Zürich; 2008 Habilitation (Venia legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie); auf 1.9.2008 Beförderung zum Extraordinarius.
Forschungsschwerpunkte:
Das hauptsächliche Arbeitsgebiet ist das Strafrecht einschliesslich der Kriminologie und Rechtsvergleichung. Nach eingehender Beschäftigung mit viktimologischen Themen (Opferbefragung, Gewalt in der Familie) und der Wahrnehmung der Verbrechenskontrolle durch die Bevölkerung gelten meine Interessen derzeit den strafrechtlichen Problemen im Zusammenhang mit der Internet- und Computerkriminalität zum einen und klassischen Themen, wie den Tötungsdelikten und der Sterbehilfe zum anderen. Weitere aktuelle Schwerpunkte bilden die Sanktionen des Strafrechts und die Rechtsvergleichung mit dem japanischen Recht. Es besteht ausserdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Polizeidepartement der Stadt Zürich, mit welchem Forschungsprojekte im Bereiche der kommunalen Kriminalprävention durchgeführt werden.
Aktuelle Forschungsprojekte: siehe Forschung
Publikationen:
Zahlreiche Aufsätze in deutscher, englischer und japanischer Sprache; siehe Publikationsliste
Funktionen:
Ersatzmitglied der Anwaltsprüfungskommission des Kantons Zürich (seit 2000)
Vizepräsident der Eidgenössischen Expertenkommission «Netzwerkkriminalität» (2002 – 2004)
Mitglied der Ethikkommission von EXIT (seit 2004)
Mitglied der Arbeitsgruppe «Beihilfe zur Selbsttötung im USZ?» des Universitäts-Spitals Zürich (2006 – 2007)
Experte des Schweizer Fernsehens für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie (seit 2007)
- Kriminalfälle, die die Schweiz bewegten (7-teilige Serie von Dokumentarfilmen, 2007)
- Wenn Frauen töten (7-teilige Serie von Dokumentarfilmen, 2008)
- Kriminalfälle - Schweizer Verbrechen im Visier (7-teilige Serie von Dokumentarfilmen, 2009)
Mitglied der Eidgenössischen Expertengruppe «Jugend, Gewalt und Medien» (seit 2008)
Stiftungsratspräsident der Stiftung Ombudscom (seit 2008)
Mitglied des Patronatskomitees der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur (seit 2008)
Rechtsexperte für Cyberspace, 3. März 2008, Neue Zürcher Zeitung
Redaktioneller Mitarbeiter der Aktuellen Juristischen Praxis
Redaktioneller Mitarbeiter der Schweizerischen Zeitschrift für Kriminologie
Mitherausgeber der Zürcher Studien zum Strafrecht
Mitherausgeber der Schweizerischen Kriminologischen Untersuchungen
Mitherausgeber der Schriftenreihe Sanktionenrecht in Europa
