Prüfungen
von Prof. Dr. Andreas Thier M.A.
| Lizentiat II | Schriftliche Prüfungen |
PrüfungsstoffI. Lehrveranstaltungen
II. Prüfungsstoff1. Mündliche Prüfungen1.1. Rechtsgeschichte als HauptfachDie mündliche Prüfung besteht aus einer Textinterpretation, zu deren Vorbereitung etwa 15 Minuten zur Verfügung stehen. Zur Methode der Interpretation: vgl. die Ausführungen weiter unten sowie im Lehrbuch Rechtsgeschichte - ein kulturhistorischer Grundriss, 4. A., 2007, S. 9–17 bzw. Rechtsgeschichte II - Juristische Zeitgeschichte, 3. A., 2010, S. 16-19. Der Prüfungsstoff entspricht bei beiden Examinatoren dem Vorlesungsstoff der Rechtsgeschichte I und II des Lizentiatsstudienganges auf der Grundlage der "Rechtsgeschichte – ein kulturhistorsicher Grundriss", (4. A., 2007) und der Kapitel 1 bis 5 der "Juristischen Zeitgeschichte" (3. A., 2010) von Marcel Senn und Lukas Gschwend, des Buches "Rechtsgeschichte III – Textinterpretationen“ von Marcel Senn und Andreas Thier sowie der Vorlesungsmaterialien von Prof. Thier ab SS 2004. 1.2. Rechtsgeschichte als Wahlfach (Privatrechtsgeschichtliche Institutionen)Der Prüfungsstoff umfasst die Institutionen des Privatrechts gemäss dem Skript Marcel Senn und Andreas Thier (= Privatrechtsgeschichte, Institutionen). Bezüglich des Wahlfachs haben die Kandidatinnen und Kandidaten die Wahl des Schwerpunktes zwischen den Themenkomplexen „Ehe und Familie“ (Skript, Kap. 1-6) oder „Eigentum und Vermögen“ (Skript, Kap. 7-11). Die Wahl des Schwerpunktes ist bei der Anmeldung zur Prüfung verbindlich zu erklären. Der Examinator kann nicht gewählt werden. 2. Schriftliche PrüfungenDie schriftliche Prüfung besteht in einer Textexegese zur allgemeinen Rechtsgeschichte mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad im Rahmen eines Schwerpunktthema (siehe nachfolgende Wahlmöglichkeiten). Die Kandidatinnen und Kandidaten haben die freie Wahl zwischen beiden Examinatoren. Der Prüfungsstoff umfasst: bei Prof. Andreas Thier
Die Wahl des Teilgebietes ist bei der Anmeldung zur Prüfung verbindlich zu erklären. III. LiteraturempfehlungenWeitere Literatur gemäss Angaben in den Vorlesungen und Büchern der Examinatoren. 1. Lehrmittel
2. Weitere LehrmittelUlrich Eisenhardt, Deutsche Rechtsgeschichte. 5. A., 2008; Karl Kroeschell, Deutsche Rechtsgeschichte, 3 Bde. 2008; Karl S. Bader/Gerhard Dilcher, Deutsche Rechtsgeschichte. Land und Staat – Bürger und Bauern im alten Europa, 1999; Dietmar Willoweit, Deutsche Verfassungsgeschichte. 6. A., 2009; Andreas Kley, Verfassungsgeschichte der Neuzeit. Grossbritannien, die USA, Frankreich und die Schweiz, 2. A., 2008; Hans Conrad Peyer, Verfassungsgeschichte der alten Schweiz. Zürich 1978/80; Michael Stolleis, Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland, 3 Bde. München 1988/1992/2000; Hans Schlosser, Grundzüge der Neueren Privatrechtsgeschichte. 10. A., 2005; Franz Wieacker, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit. 2.A., 1967; Gerd Kleinheyer/Jan Schröder, Deutsche und europäische Juristen aus neun Jahrhunderten, 5. A., 2008; Eberhard Schmidt, Einführung in die Geschichte der deutschen Strafrechtspflege. 3. A., 1995; Wolfgang Sellert/Hinrich Rüping, Studien-und Quellenbuch zur Geschichte der deutschen Strafrechtspflege, 2 Bde., 1989/1994; Hinrich Rüping/Günter Jerouschek, Grundriss der Strafrechtsgeschichte, 5. A., 2007; Hans Welzel, Naturrecht und materiale Gerechtigkeit. 4. A., Göttingen 1962 (ND 1990). 3. Nachschlagewerkedtv-Atlas: Weltgeschichte, Bd. 1-2, 39. A., 2006/2007; Handwörterbuch zur Deutschen Rechtsgeschichte (HRG), hrsg. v. A. Erler/E. Kaufmann, 5 Bde., Berlin 1971-1998; 2. Auflage 2004 ff. (im Erscheinen). Zur Textexegese Sie erhalten an der Prüfung den Text ohne Angaben zu Autorschaft und Entstehungszeit. Dessen inhaltliche Aussagen ermöglichen es Ihnen jedoch, den Text aufgrund Ihrer Kenntnisse historisch einzuordnen. Sie gehen wie bei einer "Fall"-Lösung beispielsweise im Obligationen-oder Strafrecht vor, indem Sie verschiedene Annahmen prüfen. Entscheidend ist Ihre historisch plausible Begründung, weshalb Sie den Text so und nicht anders einordnen sowie Ihre rechtshistorische Auseinandersetzung mit den sachlichen Aussagen eines Textes. Dabei empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
Zur Einübung der Textexegese werden folgende Bücher empfohlen: Marcel Senn, Rechtsgeschichte - ein kulturhistorischer Grundriss, 4. A., Zürich u.a. 2007, S. 9 -17 Marcel Senn, Andreas Thier, Rechtsgeschichte III – Textinterpretationen, Zürich u.a. 2005. 5. Januar 2009 . |
