Lebenslauf Dr. Bianka S. Dörr
Dr. Bianka S.
Dörr (geb. 1973) studierte Rechtswissenschaften
an der Philipps-Universität in Marburg/Lahn (Deutschland) und der
University of East Anglia in Norwich (Grossbritannien) sowie Orgel, Klavier, Gesang und Dirigieren am
Kirchenmusik-Institut in Fulda (Abschluss 1995). 1998 erwarb sie
einen LL.M. in Common Law (University of East Anglia) und legte 1999 das
Erste juristische Staatsexamen in Marburg ab. Weitere Studienaufenthalte
verbrachte sie in Cambridge, London, Berlin, Genf und Lausanne. Von 2000-2002 war sie
als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rolf H.
Weber (Universität Zürich) tätig und promovierte im Frühjahr 2002 an
der Universität Zürich zur Dr. iur. mit ihrer rechtsvergleichenden
Arbeit zum Thema „Elektronische Signaturen und Haftung der Anbieter von
Zertifizierungsdiensten. Eine Darstellung am Beispiel der Regelungen in
der EU, Deutschland, Grossbritannien und der Schweiz“. Anschliessend
arbeitete sie als juristische Mitarbeiterin in einer international
ausgerichteten Wirtschaftskanzlei in Zürich, bevor sie 2004 als
wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Andrea Büchler an die
Universität Zürich zurückkehrte. Mit dem Erwerb des schweizerischen
Rechtsanwaltspatents komplettiert sie ihre Kenntnisse im schweizerischen
Recht. Seit Januar 2006 ist sie
Oberassistentin für Privatrecht an der Universität Zürich. Im Sommer
2008 sowie 2010 war sie Visiting Research Fellow am King's College in London, im Sommer 2009 sowie Frühjahr 2011 Gastwissenschaftlerin an der Fondation Brocher in Genf. Im akademischen Jahr 2009/2010 war sie als Gastprofessorin für Medizinrecht, Gesundheitswissenschaften und Zivilrecht an der Universität Augsburg tätig.
Forschungsschwerpunkte und -interessen von Dr. Bianka S. Dörr sind:
- Biomedizinrecht: Fragestellungen zur Kommerzialisierung des menschlichen Körpers und seiner Teile, Biobanken, Genforschung, Fortpflanzungsmedizin, Präimplantations- und Pränataldiagnostik, Fragen der Organ- und Xenotransplantation, Patientenverfügung, Stammzellenforschung, Humanforschung, Hirndoping, genetische Untersuchungen am Menschen
- Medizinische Ethik: Medizinische und interkulturelle Ethik
- Privatrecht: Personenrecht (insbesondere aktuelle Tendenzen des Persönlichkeitsrechts), Personenstandsrecht, Namensrecht, Sachenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Schnittstelle zum Immaterialgüterrecht
- Rechtsvergleichung: Privatrechtsvergleichung (schweizerisches, deutsches und englisches Recht), insbesondere Vertragsrecht, Persönlichkeitsrecht, Sachenrecht
- Medienrecht: Medien- und Rundfunkrecht, Regulierungsfragen
- Rechtsinformatik: Internet- und IT-Recht, Datenschutzrecht
